BriefanBenediktXVI_img1.gif Brief an Benedikt XVI
Der Papst schreibt an einer neuen Enzyklika
Na und? fragen die Einen, "Ach du liebe Güte" oder "Na endlich" reagieren Andere in  Erwartung päpstlicher Wegweisung.
"Was mag darin stehen?" frage ich mich und "Wer gibt welchen Rat?".
Als Bischof von Rom nannte Benedikt XVI. vor Priestern seine Diözese das Thema, es  geht um Wirtschafts- und Sozialfragen.
Persönliche Habgier und " Vergötterung des Mammon" sieht der Papst als letztlichen  Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise. 
Nur personale Fehlorientierung sündiger Menschen? Wie steht es mit den Systemen  des Wirtschaftens und der Politik, Strukturen der Habgier, Gewalt und der Ausbeutung?
Sollen wir im traditionellen Gehorsam den Erscheinungstermin des Rundschreibens  abwarten, um dann nach gründlicher Textanalyse Lob und Kritik zu äußern?
Oder melden wir unsere Interessen als Adressaten der Enzyklika schon im  Entstehungsprozess an? 
Ich habe mich für den zweiten Weg entschieden.
Rundschreiben eines Papstes wirken massiv auf den gesellschaftlichen Dialog ein,  unabhängig davon, welche Positionen der Papst einnimmt. Umso wichtiger ist es,  welche Inhalte er vertritt.
Die Kirche habe die Pflicht, die Motive und Hintergründe der gegenwärtigen Krise mutig  und konkret beim Namen zu nennen, erklärte Benedikt XVI.
"Die Kirche", nicht allein der Papst - also nehmen wir unsere Pflicht wahr, nennen mutig  und konkret unsere Ansichten beim Namen und ermutigen den römischen Bischof zur  klaren Auseinandersetzung mit dem herrschenden Moneytheismus.
Was aber mag ein Brief bewirken? 
Die Wirkungen früherer Briefe an regionale Oberhirten ermutigen mich.
Wenn auch Sie sich Zeit und Courage für einen eigenen Brief nehmen, wird eine gute  Wirkung wahrscheinlicher.
Einige mögen sagen: „Ich bin kein Katholik, was geht mich die Kirche an?“. Sollte  deshalb Ihre Meinung weniger wert sein? 
Geht es nicht um das Engagement aller Menschen guten Willens für eine wahrhaft  humane Welt?
Glaube, liebe Hoffnung - alles ist denkbar!