DEMOKRATIEJAfrChristen.NEINfrKirche._img1.gif DEMOKRATIE JA für Christen? NEIN für Kirche?
Ein harter Vorwurf. Dass er mir nicht neu ist, nimmt ihm nicht die Schärfe: "Katholiken  sind ungeeignet zur Demokratie! - entweder bist Du Katholik oder Demokrat - als  Demokrat würdest Du konsequent die katholischen Kirche verlassen. Du bist noch  Katholik, also ist Dein reden von Demokratie pures Geschwätz!"
Tief ist die Verletzung zu spüren, die die Führung der katholischen Kirche in ihrer als  barsch erlebten Ablehnung liberaler Modernismen den Freiheit fordernden Menschen des   19. und 20. Jahrhunderts zufügte.
In prominenter Weise zeigt sich derartige Verletzung blieb es dem französischen  Publizisten Alfred Grosser, der eine Erfahrung vom Weltjugendtag in Paris berichtete.  Dort habe Papst Johannes Paul II. in einer Ansprache erklärt, die Ideale der  französischen Revolution seien seit die jeher auch Ideale der Christen. An den weiteren  Ausführungen habe er, Grosser, nichts mehr verstanden. Er habe nur noch das Poltern  gehört, mit dem sich Papst Pius IX. im Grabe umdrehte. 
Der von Johannes Paul II. selig gesprochene Papst hatte in seinem Syllabus 80  "Irrtümer" verworfen. Die dialogfeindliche Verurteilung dieser " Irrtümer" war schon zur  Zeit der Veröffentlichung in der Kirche methodisch umstritten. Wieviel Flurschaden sie in  der Frühphase demokratischer Entwicklungen angerichtet hat, werden wir zur Gänze  wohl nicht mehr erfahren.
Noch heute unterscheiden katholische Kirchenfürsten akkuraten zwischen demokratisch  verfassten Gesellschaften und der hierarchisch geordneten, klerusgeführten Kirche. In  päpstlichen Schreiben wird von katholischen Politikern verlangt, sich in der Ausübung  ihres Mandates an die Weisungen des Lehramtes zu halten. (Wie gern hätten wir  derartige Ermahnungen auch gegen katholische Herrscher wie Franco, Salazar oder  Pinochet gehört.)
Heißt demokratische Teilhabe für Christen also nur, sich als Papisten an  gesellschaftlichen Prozess zu beteiligen, um vatikanische Konzepte weltweit  umzusetzen?
Haben freie bürgerliche Meinungsbildung, gewissenhafte Entscheidungen und moralische   Integrität der Laien (layos = das Volk) noch immer ungenügende Akzeptanz beim  Klerus?
Wie ungezählt weitere gesellschaftlich engagierte Christen lasse ich mir persönlich  keinen Mangel an demokratischer Gesinnung und Haltung vorwerfen. 
Als Katholik aber erlebe ich derartige Kritik als verständliche Reaktion auf Gesinnung,  Äußerungen und Agieren führenden Kleriker.
Selbst gute Freundefragen immer wieder, wie ich denn als überzeugter Demokrat noch in   der katholischen Kirche. Diese Fragen erfolgen postwendend, sobald wieder einmal ein  Bischof gegen den bekundeten Willen der Gemeinden seine Macht ausspielt.
Vielfach übertragen diese Kritiker das Leitbild von Gewaltenteilung, Parlamentarismus  und Souveränität des Volkes auf die Glaubensgemeinschaft. Dabei übersehen sie  Spannung, die sich aus der Kirche als Stiftung Christi ergibt. Das Evangelium Jesu  Christi unterliegt nicht wie ein Parteiprogramm der Beschlussfassung durch das  Gottesvolk, noch dessen Repräsentanten und auch nicht des Klerus. Für die Kirche ist  Christus der Souverän und kann nicht durch Mehrheitsbeschluss außer Kraft gesetzt  werden. Akzeptierte ich diesen Souverän nicht mehr, böte sich mir Austritt aus der  Glaubensgemeinschaft. Haben wir aber andererseits nicht auch in der "weltlichen" Szene   den Verfassungen vor-gegebene Werte? Grundwerte, die der schwankenden  Mehrheitsbildung und Entscheidung entzogen sind?
Liegt nicht der größere Irrtum bei den Kirchenvertretern, die aus der Souveränität Christi  den Herrschaftsanspruch des Klerus ableiten?
Über lange Jahrhunderte wurde "Kirche" verstanden und seit 1142 auch schriftlich  definiert als der vom Papst und den Bischöfen geführte Klerus, der die Gemeinschaft der  Glaubenden führt, leitet und betreut. Die Gleichsetzung von Klerus und Kirche wurde  zwar im Zweiten Vatikanum aufgehoben, doch wirkt sie weiter als geübte Praxis in  Gemeinden und Bistümern.
Selbst aus dem Vatikan wurde Ostern 2006 eine Meldung vorbereitet, nach der Papst  Benedikt XVI. die traditionelle zu Fußwaschung am Gründonnerstag deshalb an Laien  vornahm, um die "Verbundenheit der zierliche mit den Gläubigen"! zu dokumentieren. Die   Praxis der Klerusherrschaft über das Gottesvolk ist mir keine logische und auch theo-  logische Konsequenz aus der Souveränität Jesu Christi.
Wenn Bischöfe wie der Mainzer Kardinal Lehmann eine Neubesinnung zur "Theologie  des Priestertums" empfehlen, sollte diese Neubesinnung nicht in einer klerikalen  Selbstdefinition münden. Der priesterlichen Dienst im und am Gottesvolk ist viel zu  wichtig, um ihn allein dem Klerus zu überlassen.
Als spirituellen Begleiter und mystagogische Mentoren brauchen wir in Gottes folgt den  speziellen priesterlichen Dienst. Immer wieder gilt es, die göttliche Offenbarung und die  darin enthaltene Frohe Botschaft für alle Menschen in Zeit und Raum neue auszuloten.  Menschen, die sich mit ihrer ganzen Personalität im priesterlichen Lebensvollzug diesem   Dienst widmen, gilt nicht nur mein tiefer Respekt und Dank.Als Katholik aber erlebe ich  derartige Kritik als verständliche Reaktion auf Gesinnung, Äußerungen und Agieren  führenden Kleriker.
Selbst gute Freundefragen immer wieder, wie ich denn als überzeugter Demokrat noch in   der katholischen Kirche. Diese Fragen erfolgen postwendend, sobald wieder einmal ein  Bischof gegen den bekundeten Willen der Gemeinden seine Macht ausspielt.
Vielfach übertragen diese Kritiker das Leitbild von Gewaltenteilung, Parlamentarismus  und Souveränität des Volkes auf die Glaubensgemeinschaft. Dabei übersehen sie  Spannung, die sich aus der Kirche als Stiftung Christi ergibt. Das Evangelium Jesu  Christi unterliegt nicht wie ein Parteiprogramm der Beschlussfassung durch das  Gottesvolk, noch dessen Repräsentanten und auch nicht des Klerus. Für die Kirche ist  Christus der Souverän und kann nicht durch Mehrheitsbeschluss außer Kraft gesetzt  werden. Akzeptierte ich diesen Souverän nicht mehr, böte sich mir Austritt aus der  Glaubensgemeinschaft. Haben wir aber andererseits nicht auch in der "weltlichen" Szene   den Verfassungen vor-gegebene Werte? Grundwerte, die der schwankenden  Mehrheitsbildung und Entscheidung entzogen sind?
Liegt nicht der größere Irrtum bei den Kirchenvertretern, die aus der Souveränität Christi  den Herrschaftsanspruch des Klerus ableiten?
Über lange Jahrhunderte wurde "Kirche" verstanden und seit 1142 auch schriftlich  definiert als der vom Papst und den Bischöfen geführte Klerus, der die Gemeinschaft der  Glaubenden führt, leitet und betreut. Die Gleichsetzung von Klerus und Kirche wurde  zwar im Zweiten Vatikanum aufgehoben, doch wirkt sie weiter als geübte Praxis in  Gemeinden und Bistümern.
Selbst aus dem Vatikan wurde Ostern 2006 eine Meldung vorbereitet, nach der Papst  Benedikt XVI. die traditionelle zu Fußwaschung am Gründonnerstag deshalb an Laien  vornahm, um die "Verbundenheit der zierliche mit den Gläubigen"! zu dokumentieren. Die   Praxis der Klerusherrschaft über das Gottesvolk ist mir keine logische und auch theo-  logische Konsequenz aus der Souveränität Jesu Christi.
Wenn Bischöfe wie der Mainzer Kardinal Lehmann eine Neubesinnung zur "Theologie  des Priestertums" empfehlen, sollte diese Neubesinnung nicht in einer klerikalen  Selbstdefinition münden. Der priesterlichen Dienst im und am Gottesvolk ist viel zu  wichtig, um ihn allein dem Klerus zu überlassen.
Als spirituellen Begleiter und mystagogische Mentoren brauchen wir in Gottes folgt den  speziellen priesterlichen Dienst. Immer wieder gilt es, die göttliche Offenbarung und die  darin enthaltene Frohe Botschaft für alle Menschen in Zeit und Raum neue auszuloten.  Menschen, die sich mit ihrer ganzen Personalität im priesterlichen Lebensvollzug diesem   Dienst widmen, gilt nicht nur mein tiefer Respekt und Dank.
Doch halte ich es für einen anmaßenden Fehlschluss, aus diesem Dienste einen  Leistung- und Herrschaftsanspruch über Gemeinden und Kirche abzuleiten. Auch die von   Bischöfen bewilligen Mitspracherechte heben diesen Fehlschluss nicht auf. Wie schnell  derartige "Gunsterweise" den bischöflichen Federstrich zum Opfer fallen können, erleben   Gemeinden und Laienorganisationen landesweit.
Aus meinen Selbstverständnis als Christen bin ich der Überzeugung,
  • alle Menschen haben Anteil an der der Gottes, da ER sie nach seinen Bilde  schuf 
  • die gesamte Schöpfung bietet Leben in Fülle für alle Geschöpfe, wenn wir die  Schöpfung und deren Regeln verstehen und beachten 
  • die sozialen Strukturen des Lebens und ihre den Namen im Raum und Zeit  gestalten sich im reflektierten Menschen Handeln 
  • die Rahmenbedingungen des sozialen Lebens sind am besten unter Beachtung  der sozialen Logik zu vereinbaren, in Organisationsformen, die möglichst alle  Betroffenen einbeziehen. 
So bin ich Demokrat, weil ich Christ bin.
Weil das durch die Geschichte pilgernde Volk Gottes in bewusster Anerkennung der  Souveränität Christi dennoch einen Menschengemeinschaft ist, gilt auch in der  Gemeinschaft Glaubender die soziale Logik vom reflektierten zwischenmenschlichen  Handeln. Für diese synodale Mitwirkung trete ich in meiner Kirche ein, weil ich Demokrat   bin.
DEMOKRATIEJAfrChristen.NEINfrKirche._img2.gif Zeit satt
Kalender kleiner Glücksmomente
GLÜCK - wenn die Seele aufatmet und Leben Hoffnung  sprießt.
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„Gibt es die Weisheit der einen Minute?"
„Die gibt es sicher", sagte der Meister.
„Aber eine Minute ist doch bestimmt zu kurz?"
„Sie ist neunundfünfzig Sekunden zu lang."