DieSouvernittfrdern_img1.gif Die Souveränität fördern
Jede Vision einer neuen demokratischen "Politik- Architektur" wird scheitern, nimmt sie  nicht den Zustand des "Baugrundes" wahr.

Mürbe, zermürbt der Boden der Demokratie in Ostdeutschland, wo nach den ersten  Ansätzen der Weimarer Republik Tausendjähriges Reich, Arbeiter-und Bauernstaat  sowie Treuhand- gesteuerte Wiedervereinigung nahtlos ineinander griffen und jedes  Vertrauen in politische Institutionen zerstörten.
Verquast in oligarchischen Demokratieattitüden ohne echte Mitgestaltung, die  bürgerlichen Mehrheit im Westen. Gelegentliche substanzielle Ansätze neuer  Beteiligungen wie Bürgerhaushalt, Planungszellen, Bürgerbegehren oder gar  Bürgerentscheid finden nur unzureichend Anklang bei den eingeladenen Bürgern und  drohen von Verwaltungen und Politikern zu scheindemokratischen Alibis missbraucht zu  werden.
Der marode Baugrund der Demokratie trägt schon das heutige Mischsystem von  Parteioligarchie und Kapitalmarktfixierung nicht. Auch andere "funktionale Strukturen"  finden keinen Halt.
Gut gemeinte "Demokratiereform", die sich nur auf neue Machtverteilung konzentriert,  bleibt dann nur ein weiteres Herrschaftssystem. Misstrauisch beäugt von der Masse der  Bürger, die sich noch immer als die "hier unten" - als Untertanen - empfinden.
Demokratiereform wird nur gelingen, wenn sich die Mentalität der Bürger vom "Untertan"  zum "Souverän" wandelt. In überschaubaren Projekten politischer Partizipation ist solche   Souveränität zu ermutigen. Politische Willensbildung in der Bevölkerung muss sich in  den Entscheidungen gewählter Volksvertreter niederschlagen. Dazu ist ein intensiver  Dialog zwischen Bürgern und Volksvertretern notwendig, um in komplexen Sachverhalten   Bürgerwillen und parlamentarischen Entscheid plausibel zu verbinden. Anstehende  Änderungen im funktionalen System müssen diese Entwicklung zum "Souverän" fördern  und dauerhaft sichern.